Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

Das Ziel der Landespolitik ist es, die ländlichen Regionen unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Entwicklungspotentiale als Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu entwickeln. Dies ergibt sich schon aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise der Verfassung des Landes Brandenburg, wonach in allen Landesteilen gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu erhalten sind.
Bei der Umsetzung dieser Zielstellung soll die Eigenverantwortung der einzelnen Regionen weiter gestärkt werden mit dem Ziel das Wachstum, die Beschäftigung und die Lebensqualität zu verbessern.
Folgende Teilziele ergeben sich:
  • Langfristige Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere durch den Erhalt und/ oder die Schaffung von Arbeitsplätzen in den ländlichen Regionen.
  • Verbesserung bzw. Sicherung der Lebensqualität aller dort lebenden Altersgruppen durch eine bedarfsgerechte Anpassung der technischen und sozialen Infrastruktur
  • Entwicklung innovativer Anpassungsstrategien im Umgang mit Abwanderung und Alterung
  • Sicherung einer umwelt- und naturverträglichen Landnutzung sowie Erhaltung und Verknüpfung der Umwelt- und Erholungsfunktionen dieser Räume.
Die ländlichen Räume sollen sich vor allem aus ihren eigenen Potentialen als eigenständige Lebens- und Wirtschaftsräume entwickeln. Dazu gehört neben Arbeitsplatzangeboten auch ein attraktives Sozial- und Kulturleben. Dadurch soll dem Bevölkerungsrückgang und der teilweisen Überalterung entgegen gewirkt werden.

"LEADER" - Was heißt das eigentlich?

"Liaison Entre Actions de Développement de l`Économie Rurale"
"Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft"

LEADER ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union, mit der seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Ziel ist es, sich den aktuellen Herausforderungen bei der Entwicklung des ländlichen Raumes zu stellen. Auch wenn die ländlichen Räume in der europäischen Gemeinschaft sehr vielfältig sind, ähneln sich die Probleme. Oft fehlen berufliche Perspektiven und vor allem junge Menschen verlassen deshalb diese Regionen. Die auch damit verbundene sinkende Anzahl der Einwohner führt zum Abbau von Infrastruktur und oft zur Verringerung der Lebensqualität. Um die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume zu sichern und lebenswerte Regionen zu erhalten und zu gestalten, müssen neue Wege bestritten werden.

LEADER für unseren ländlichen Raum: Eine "Verbindung zwischen den Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" haben wir beispielsweise mit der Initiierung und Etablierung des LAG-FORUMs geschaffen. Hier werden zusammen mit den Akteuren verschiedene Projekte -aus der Region - für die Region- entwickelt.

LEADER heißt auch Netzwerkarbeit. Regionale und überregionale Kooperationsprojekte geben der eigenen Region und den beteiligten Projektakteuren die Chance von anderen zu lernen, um Netzwerke und gemeinsame Projekte nachhaltig zu gestalten. Oft sind neue Wege der Zusammenarbeit erforderlich, gerade um den Herausforderungen des ländlichen Raumes zu begegnen.

Förderperiode 2007-2013

Im Rahmen der Förderperiode 2007 - 2013 bildet die Verordnung zum Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) die Grundlage für die Erarbeitung der aktuellen Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) und LEADER in der jeweils geltenden Fassung.